Kyffhäuserbund reist nach Auschwitz und Krakau

Vizepräsidentin Angelika Jahns hatte kürzlich eine Reise für den Kyffhäuserbund nach Auschwitz und Krakau organisiert. Auch Präsident Heinz Ganz begleitete die Gruppe, der im Namen des Kyffhäuserbundes am Mahnmal in Auschwitz-Birkenau im Gedenken an das Grauen, das dort stattgefunden hat, einen Kranz niederlegte. Er wies insbesondere auf die Verantwortung der heutigen Generationen  hin, mit aller Konsequenz immer wieder an diese Geschehnisse der Massenvernichtung von Millionen von Menschen zu erinnern. Niemals wieder dürfe sich so etwas wiederholen, es darf auch niemals in Vergessenheit geraten!  Vor dem Hintergrund des steigenden Rechtspopulismus und des 80. Jahrestages des Beginns des 2. Weltkrieges bestand das Programm der Polenreise  aus einer Führung durch das Konzentrationslager Auschwitz Die Eindrücke waren emotional so vielfältig, dass die Gruppe sie nur schwer verkraften konnte. Gedenkstätte und Museum Auschwitz gelten weltweit als Symbol des Holocaust, für Völkermord und Terror. Mittlerweile ist es als Weltkulturerbe anerkannt. Es wurde Mitte 1940 angelegt und diente den Nationalsozialisten für die Unterbringung von Häftlingen , die nach unterschiedlichen Kategorien eingeteilt wurden, z.B. Juden,  politische Häftlinge, Asoziale, Kriminelle usw. 1942 begann dann die größte Massenvernichtung der Juden. Aus ganz Europa wurden Menschen nach Auschwitz unter Vorwänden nach Auschwitz mit Zügen transportiert und hier sofort in unterschiedliche Gruppen unterteilt. Diejenigen, die von den SS-Ärzten als schwach, alt oder  krank eingestuft wurden, wurden sofort umgebracht. Auch Kinder. Hab und Gut dieser Menschen wurde kategorisch sortiert. Diese Zeitdokumente konnten in verschiedenen Räumen besichtigt werden, so z.B. 8o ooo  Paar Schuhe, Koffer mit Namen drauf, Geschirr, Brillen, Gehhilfen, Kinderbekleidung u.v.m. Die Nationalsozialisten haben zwar kurz vor der Befreiung von Auschwitz versucht, alles Beweismaterial zu vernichten, es gelang ihnen jedoch nicht und so konnten noch viele Zeitzeugen berichten und auch anhand von Fotos Beweise vorlegen. Die Kyffhäuser waren sich einig, dass diese Bilder mehr als erschütternd waren.  Besonders bedrückend waren die Bilder auch von Birkenau, wo der Weg an meterhohen Stacheldrähten (damals mit Strom) entlangging und die katastrophalen Bedingungen im Lager  Gänsehaut erzeugte. Trotz dieses menschenunwürdigen Umgangs der SS-Leute mit den Häftlingen  bemühten sich diese um Würde. Dies wurde immer wieder durch Überlebende bestätigt. Noch ein paar Zahlen: 1.100 000 Menschen wurden hier vernichtet, z.B. 430.000 Ungarn, 300.000 Polen. Am 27.1. 1945 wurden 7.500 Überlebende von der Roten Armee befreit. Für viele Überlebende waren die Geschehnisse so traumatisch, dass sie über viele Jahre nicht darüber sprechen konnten. Mittlerweile gibt es aber auch verschiedene Dokumente, Bücher, die das unvorstellbare Grauen  aufzeichnen.
Präsident Heinz Ganz bedankte sich bei der Reisegruppe für das Interesse und machte noch einmal deutlich, dass der Kyffhäuserbund für Demokratie, Menschenwürde und insbesondere auch für das soziale Engagement steht.
Den Abschluss der Reise bildete eine Stadtführung durch Krakau, eine wunderschöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Der mittelalterliche Stadtkern und das jüdische Viertel bilden einen touristischen Magneten. Auch die Gruppe konnte sich bei einem gemütlichen Abendessen von jüdischer Musik begeistern lassen. Die Besichtigung der Marienkirche war ein besonderer Anziehungspunkt. Auch die Burg Wawel konnte besichtigt werden. Hier war man von der Pracht, aber auch den vielen Schätzen und der Enge in der Schlossresidenz , in den vielen Gebäuden  überwältigt.   Alle Teilnehmer bekräftigten, dass es eine geschichtlich sehr informative Reise war und die besondere Bedeutung des Themas Auschwitz für den Kyffhäuserbund stets hervorgehoben werden  muss. Ein abschließendes Danke unseres Verbandes an die Vizepräsidentin Angelika Jahns mit der Bitte auch in der Zukunft eine ähnliche Reise zu organisieren und vielleicht auch noch mehr Kameraden für eine Teilnahme zu begeistern. Angelika, Dir gilt unser größter Dank für eine vorbildlich durchgeführte Reise.