Aktiv Spenden gesammelt

Zum achten Male nahm am Wochenende, am 7./8. September, der Kyffhäuser Landesverband e.V. am traditionellen Flugplatzfest/Tag der Reservisten auf dem ehemaligen Flugplatz Gatow, jetzt Luftwaffenmuseum der Bundeswehr, teil.

Ein Anziehungspunkt wie schon in den vergangenen Jahren, besonders für Kinder, war unser Info-Stand mit Glücksrad, Büchsenwerfen und erstmalig mit dem Lichtpunktschießen. Groß war der Andrang an allen Stationen, konnte man doch mit einer kleinen Spende attraktive Preise gewinnen und dabei noch Gutes tun. Das sehr gute Ergebnis auch in diesem Jahr soll u.a. der „August-Hermann-Franke-Schule“ im Evangelischen Johannesstift Spandau zu Gute kommen. Bei der Schule handelt es sich um eine integrative Schule in der behinderte und schwerstbehinderte Kinder eine Schulausbildung erhalten. Wir konnten uns schon selbst vor Ort einen Eindruck verschaffen mit welch hohem Engagement hier das Lehr- und Betreuungspersonal arbeitet. Und uns hat es Spaß gemacht in die glücklichen Kinderaugen zu schauen, wenn sie einen Preis nach ihrem Geschmack gefunden haben. Unser Lichtpunktschießen war nicht nur bei Kindern ab 8 Jahren beliebt, auch zahlreiche Erwachsene übten sich im „schießen“. Unserer Schießwarte mit ihren Helfern leisteten eine hervorragende Arbeit. Jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde mit seinem Trefferbild von 10 „Schuss“.

Am ersten Tag war der Andrang am Glücksrad und dem Büchsenwerfen so groß, das wir bereits um 15:00 Uhr schließen mussten, da alle Preise vergeben waren. Aber Dank unserem Heiko hatten wir dann für den zweiten Tag wieder genug Preise dabei. Als dann am zweiten Tag um 18:00 Uhr Schluss war, waren wir alle ziemlich kaputt, aber glücklich. Hatten wir doch alle gemeinsam etwas Gutes getan und dabei noch ganz viel Freude bereitet. Mein Dank geht an dieser Stelle an alle freiwilligen Helfer die zu diesem guten Gelingen an den beiden Tagen aktiv beigetragen haben. Ein besonderen Dank aber soll unser Kamerad Heiko Leistner erhalten. Ihm ist es in erster Linie zu verdanken, das wir mit so umfangreichen verschiedenen Preisen und hervorragender Dokumentation diese Veranstaltung durchführen konnten und das schon seit mehreren Jahren.

Einen großen Dank an auch an das Org.-Team um Herrn Oberstleutnant Leonhardt und Oberstabsfeldwebel Zech für die gute Vorbereitung und Durchführung der gesamten Veranstaltung.

 

Wolfram Mandry

Landesvorsitzender

 

Bildnachweis bei Wolfram Mandry


Kyffhäuserbund reist nach Auschwitz und Krakau

Vizepräsidentin Angelika Jahns hatte kürzlich eine Reise für den Kyffhäuserbund nach Auschwitz und Krakau organisiert. Auch Präsident Heinz Ganz begleitete die Gruppe, der im Namen des Kyffhäuserbundes am Mahnmal in Auschwitz-Birkenau im Gedenken an das Grauen, das dort stattgefunden hat, einen Kranz niederlegte. Er wies insbesondere auf die Verantwortung der heutigen Generationen  hin, mit aller Konsequenz immer wieder an diese Geschehnisse der Massenvernichtung von Millionen von Menschen zu erinnern. Niemals wieder dürfe sich so etwas wiederholen, es darf auch niemals in Vergessenheit geraten!  Vor dem Hintergrund des steigenden Rechtspopulismus und des 80. Jahrestages des Beginns des 2. Weltkrieges bestand das Programm der Polenreise  aus einer Führung durch das Konzentrationslager Auschwitz Die Eindrücke waren emotional so vielfältig, dass die Gruppe sie nur schwer verkraften konnte. Gedenkstätte und Museum Auschwitz gelten weltweit als Symbol des Holocaust, für Völkermord und Terror. Mittlerweile ist es als Weltkulturerbe anerkannt. Es wurde Mitte 1940 angelegt und diente den Nationalsozialisten für die Unterbringung von Häftlingen , die nach unterschiedlichen Kategorien eingeteilt wurden, z.B. Juden,  politische Häftlinge, Asoziale, Kriminelle usw. 1942 begann dann die größte Massenvernichtung der Juden. Aus ganz Europa wurden Menschen nach Auschwitz unter Vorwänden nach Auschwitz mit Zügen transportiert und hier sofort in unterschiedliche Gruppen unterteilt. Diejenigen, die von den SS-Ärzten als schwach, alt oder  krank eingestuft wurden, wurden sofort umgebracht. Auch Kinder. Hab und Gut dieser Menschen wurde kategorisch sortiert. Diese Zeitdokumente konnten in verschiedenen Räumen besichtigt werden, so z.B. 8o ooo  Paar Schuhe, Koffer mit Namen drauf, Geschirr, Brillen, Gehhilfen, Kinderbekleidung u.v.m. Die Nationalsozialisten haben zwar kurz vor der Befreiung von Auschwitz versucht, alles Beweismaterial zu vernichten, es gelang ihnen jedoch nicht und so konnten noch viele Zeitzeugen berichten und auch anhand von Fotos Beweise vorlegen. Die Kyffhäuser waren sich einig, dass diese Bilder mehr als erschütternd waren.  Besonders bedrückend waren die Bilder auch von Birkenau, wo der Weg an meterhohen Stacheldrähten (damals mit Strom) entlangging und die katastrophalen Bedingungen im Lager  Gänsehaut erzeugte. Trotz dieses menschenunwürdigen Umgangs der SS-Leute mit den Häftlingen  bemühten sich diese um Würde. Dies wurde immer wieder durch Überlebende bestätigt. Noch ein paar Zahlen: 1.100 000 Menschen wurden hier vernichtet, z.B. 430.000 Ungarn, 300.000 Polen. Am 27.1. 1945 wurden 7.500 Überlebende von der Roten Armee befreit. Für viele Überlebende waren die Geschehnisse so traumatisch, dass sie über viele Jahre nicht darüber sprechen konnten. Mittlerweile gibt es aber auch verschiedene Dokumente, Bücher, die das unvorstellbare Grauen  aufzeichnen.
Präsident Heinz Ganz bedankte sich bei der Reisegruppe für das Interesse und machte noch einmal deutlich, dass der Kyffhäuserbund für Demokratie, Menschenwürde und insbesondere auch für das soziale Engagement steht.
Den Abschluss der Reise bildete eine Stadtführung durch Krakau, eine wunderschöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Der mittelalterliche Stadtkern und das jüdische Viertel bilden einen touristischen Magneten. Auch die Gruppe konnte sich bei einem gemütlichen Abendessen von jüdischer Musik begeistern lassen. Die Besichtigung der Marienkirche war ein besonderer Anziehungspunkt. Auch die Burg Wawel konnte besichtigt werden. Hier war man von der Pracht, aber auch den vielen Schätzen und der Enge in der Schlossresidenz , in den vielen Gebäuden  überwältigt.   Alle Teilnehmer bekräftigten, dass es eine geschichtlich sehr informative Reise war und die besondere Bedeutung des Themas Auschwitz für den Kyffhäuserbund stets hervorgehoben werden  muss. Ein abschließendes Danke unseres Verbandes an die Vizepräsidentin Angelika Jahns mit der Bitte auch in der Zukunft eine ähnliche Reise zu organisieren und vielleicht auch noch mehr Kameraden für eine Teilnahme zu begeistern. Angelika, Dir gilt unser größter Dank für eine vorbildlich durchgeführte Reise.