90 Jahre Alexander-Denkmal

Berlin Am 15.10.2017 begingen Mitglieder der KK Alexander, des Kyffhäuser Landesverband Berlin, der Riding Veterans (Vereinigung ehemaliger Angehöriger von Schutz- und Sicherheitsorganen seit 2014) sowie Gäste in einer kleinen Feierstunde die 90 jährige Weihe des Alexander-Denkmals auf dem neuen Garnisonfriedhof am Berliner Columbiadamm. Nach dem Sammeln am Luckner-Kreuz ging es mit Dudelsackmusik von den Riding Veterans zum Alexander-Denkmal. Unterwegs gab es noch einen Stop und kurze Ehrenbezeigung am „Augusta-Denkmal“ (Denkmal für die Gefallenen des Königin Augusta Garde Grenadier Regiment Nr. 4). Nach einer kurzen Rede des KK Vorsitzenden, Kamerad Heiko Leistner, wurde ein Blumengebinde niedergelegt und eine Kerze entzündet. Beim Lied „Ich hatt einen Kameraden“ wurde allen Gefallenen und Verstorbenen des Kaiser Alexander Garde Grenadier Regiment Nr. 1 gedacht. Abschluß der Veranstaltung bildete ein Treffen in einem Lokal.

Zur Geschichte des Denkmal: Am 15. und 16. 10.1927 wurde das Denkmal in Anwesenheit ehemaliger Angehöriger des Kaiser-Alexander-Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1 und Ehrengästen feierlich geweiht.

Die Denkmalsfigur (Bild) zeigt den Fahnenjunker Eberhard Freiherr von der Recke von der Horst, der am 08.09. 1914 bei einem Bajonettangriff in der I. Marneschlacht bei Fere Campenoise tödlich verwundet zusammensinkt. Geschaffen wurde das Standbild vom Künstler und Bildhauer Kurt Kluge (1896-1940).

Mit dem Ausbau des angrenzenden Flugplatz Tempelhof zum „Welthauptstadt-Flughafen Germania“ mußte das Denkmal ab 1938 versetzt werden. Bis 1957 stand es in der Kaserne des ehemaligen III. Bataillons Infanterie Regiment 67 in Berlin-Ruhleben. Am 22.09.1957 wurde es an seinem heutigen Standort erneut geweiht, wo es als Mahnmal gegen Krieg und Gewaltherrschaft, sowie in Gedenken an alle gefallenen Soldaten dient.

Im Laufe der Jahre hat das Denkmal eine markante grüne Patina angenommen und trozt allen Wiedrigkeiten, einschließlich Schändung im Jahre 2003.

 

Heiko Leistner, KK Vorsitzender

Wolfram Mandry, Landesvorsitzender/LPR

 

 

 

Bildnachweise bei Heiko Leistner und Wolfram Mandry


Zu Besuch in Brandenburg

Kamerad Schulze erklärt alte Militärbauten
Kamerad Schulze erklärt alte Militärbauten
Das Kloster Zinna
Das Kloster Zinna

Kamerad Schulze erklärt die historische Lage an der Karte
Kamerad Schulze erklärt die historische Lage an der Karte

Jüterbog. Am 19. September besuchte die KK Marienfelde vom LV Berlin Jüterbog, der sich auch der LV-Vorsitzender von Berlin anschloss. Ziel war zunächst Kloster-Zinna. Hier nahm der LV-Vorsitzende von Brandenburg, Kamerad Henrik Schulze die Kameradinnen und Kameraden in Empfang. Unter seiner Leitung erkundeten wir dann ein Teil Jüterboger Militärgeschichte. Erster Stop war bei der ehemaligen Artillerie-Schule Jüterbog. Noch heute sind die leider schon teilweise verfallenen Gebäude beeindruckend, stammen sie doch aus der Zeit der Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert. Aber auch zahlreiche Gebäude sind liebevoll saniert und restauriert. Heute befinden sich Wohnungen und altersgerechte Wohnungen in ihnen. Ein guter Verwendungszweck. Das alles im ehemaligen Ortsteil Jüterbog-Schießplatz.

Weiter ging die Fahrt über Altes Lager und Neues Lager. Anzumerken sei noch, das zu DDR-Zeiten der Standort Altes Lager der größte sowjetische Militärstandort außerhalb der Sowjetunion war mit ca. 40.000 Mann. Im Vergleich dazu, die Stadt Jüterbog hatte ca. 18.000 Einwohner. Danach ging es zurück nach Kloster-Zinna. Hier gab es dann für jeden ein schmackhaftes Mittagessen, bevor Kamerad Schulze wieder die Leitung für den Nachmittag übernahm. Er stellte uns sein Buch „19 Tage Krieg“ vor, welches ich auch schon in der Kyffhäuser-Zeitung Ausgabe 02/2014 vorgestellt habe. Hier schilderte er uns sehr anschaulich und auch emotional mit Berichten ehemaliger Soldaten den Weg der Division „Friedrich Ludwig Jahn“, welche am 20.04.1945 aus Arbeitsmännern des Reichsarbeitsdienstes, Hitlerjungen und wenigen Wehrmachtssoldaten als letztes Aufgebot aufgestellt wurde, um an den Kämpfen um Berlin teilzunehmen. Dazu kam es aber nicht mehr, sondern es folgte die amerikanische Kriegsgefangenschaft. Diese relative „Freude“ darüber hielt aber nicht lange an, da die gesamten Reste dieser Division von den Amerikanern an die Sowejetarmee ausgeliefert wurden. Was folgte, waren für viele bis zu fünf Jahren russische Kriegsgefangenschaft oder der Tod. Kamerad Schulze musste viele Fragen beantworten und einigen schon älteren Kameradinnen gingen seine Worte sehr ans Gemüt. Für seine Ausführungen wurde Kamerad Schulze recht herzlich gedankt und ihm versprochen weiter in Kontakt zu bleiben.

 

Und da wir schon einmal in Kloster-Zinna waren gab es auch Gelegenheit die berühmte Zinnaer Kolster Destillerie zu besuchen, um einmal einen guten Tropfen zu kosten und auch zu kaufen. Zum Abschluß gab es noch eine Stadtrundfahrt durch Jüterbog Und so schloss ein schöner Tag bei sehr gutem Wetter im schönen Land Brandenburg.

 

Wolfram Mandry

Landesvorsitzender LV Berlin

 

 

 

 

Bildnachweis: Wolfram Mandry

 

 

 


Buchtipp


Wer`s glaubt wird selig!

Hallo Kameradinnen und Kameraden,

in diesem Jahr begehen wir den 500. Jahrestag der Reformation, am 31. Oktober 2017.

Darum habe ich mir gedacht, such doch mal aus dem Buch “Wer´s glaubt wird selig“ bekannte Sprüche, die fast jeder schon einmal gehört oder verwendet hat und erkläre den Sinn oder Inhalt.

 

Hier nun der dritte Spruch:

 „Auf Herz und Nieren prüfen“

etwas sehr gründlich untersuchen

 

Im Mittelalter – und Luther lebte ja in der Endphase dieser Epoche – galten die Nieren, ebenso wie das Herz, als Sitz der Lebenskraft und standen sinnbildlich für das innerste der Menschen. Beim Herzen denken wir immer noch an Liebe und Leben, weil man es schlagen fühlt, solange ein Mensch lebt. Dagegen sind die Nieren heutzutage eher als saures Tellergericht bekannt, aber immer noch in Redewendungen wie Das geht mir an die Nieren oder eben Auf Herz und Nieren prüfen präsent. Letzteres entstammt dem 7. Psalm, wo der Beter im Vers 10, ähnlich wie in Jeremia II,20, an Gott die Worte richtet: “Lass der Gottlosen Bosheit ein Ende nehmen, aber die Gerechten lass bestehen; denn du, gerechter Gott, prüfest Herz und Nieren“. Damit will er sagen, dass Gott jeden Menschen genau unter die Lupe nimmt, um zu erkennen, ob er gut oder böse ist. Heute werden sogar Autos auf Herz und Nieren geprüft, obwohl hier kaum von gut und böse gesprochen werden kann.

 

Vgl. o.g. Buch Seite 61

 

Wolfram Mandry

Bundespressereferent-Ost

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