Über 60 Camper im Alter von ein bis 63 Jahren sind in der Zeltstadt auf dem Sportplatz Hattorf anzutreffen

Hattorf. Wer die letzten Tage am Sportplatz Hattorf vorbeigekommen ist, der dürfte das von über 60 Mitgliedern des Kyffhäuserbundes errichtete Bundesjugendzeltlager, welches bereits das 17ste dieser Art ist, nicht übersehen haben. Unter den Teilnehmern, die aus Lüchow-Dannenberg, Schwarmstedt, Celle, Hildesheim und Alfeld angereist waren, zählte übrigens auch die einjährige Lea, die mit ihrer Oma nach Hattorf gekommen ist. Mit 63 Jahren ist Bundesjugendschriftwart Detlev Sprenger der älteste. Außerdem waren auch wieder sechs jugendliche Freunde aus der Normandie dabei.
Zur offiziellen Eröffnung des Zeltlagers hieß der Organisator und Bundesjugendvorsitzender im Kyffhäuserbund, Klaus Keller, neben den vielen Jugendlichen und Vertretern des etwas älteren Semesters auch den Präsidenten des Kyffhäuserbundes, Heinz Ganz, den ersten Vorsitzenden des Kreisverbandes, Uwe Klingemann, und den Vorsitzenden des Kyffhäuser-Kameradschafts-Fördervereins, Wolfgang Wölke, herzlich willkommen.
Er ließ es sich aber auch nicht nehmen, im Namen der Jugendlichen den Zeltbauer Michael Brauner dafür zu danken, dass er das  große Zelt, in dem sich alle nicht nur zu den Mahlzeiten treffen,  kostenlos zur Verfügung gestellt hatte und mittels tatkräftiger Unterstützung der Kameradschaft Wulften errichtet wurde. Brauner hatte übrigens zu gesagt, dass er das bei jedem Zeltlager, welches von Klaus Keller betreut wird, wieder machen wird. Ein weiteres Dankeschön ging an die örtlichen Firmen, welche für Speis und Trank sorgen sowie an Eva Hukalowicz, die für die immer wieder gelobte, gesunde Küche verantwortlich ist.
Keller beantwortete aber auch die Frage vieler Jugendlicher, die schon bei der Ankunft  wissen wollten wann und wo das 18te Zeltlager stattfinden wird. Das wird 2018 bei Hameln in der Zeit vom 26. Juli bis 4. August errichtet werden.
Heinz Ganz  brachte in seinem Grußwort die Freude zum Ausdruck, nicht „nur“ als Präsident des Kyffhäuserbundes, sondern erstmals auch als Vorsitzender des Landesverbandes Südhannover-Braunschweig zugegen zu sein, weil dieses Zeltlager Premiere in diesem Bereich feierte. Nicht minder groß war seine Freude darüber, unter den zahlreichen jungen Mitgliedern des Kyffhäuserbundes auch französische Gäste anzutreffen. Das verdeutliche doch einmal mehr, wie gut die Kameradschaft funktioniere. Ein ganz besonderes Dankeschön richtete  an all die, die es durch ihren Einsatz erneut möglich gemacht hatten, ein zehntägiges Zeltlager dieser Art auf die Beine zu stellen. Und er überreichte Klaus Keller ein Flachgeschenk, dessen Inhalt helfen soll, auch mal eine spontane Idee zu verwirklichen.
Uwe Klingemann  wünschte ebenfalls allen eine schöne von Sonnenschein und guter Laune geprägte Zeit. „Sammelt Erfahrungen und knüpft Kontakte, man sieht sich vielleicht wieder und dann ist es schön, Bekannte zu sehen“.
Klaus Keller hatte traditionsgemäß eine wetterfeste Erinnerungsscheibe für die Kamerad- schaft des Kreisverbandes  mitgebracht, die entweder ausgeschossen oder im Vereinsheim vorgezeigt werden kann. Er überreichte sie Uwe Klingemann, der sie übrigens an die Hattorfer Kameradschaft weitergeben wird.
Und die Jugendlichen hatten eine Menge auf die Beine gestellt. Bevor aber die aktionsreichen Tag in Angriff genommen wurde, erklang erst  einmal der 1975 von Alan Merrill und Jake Hooker geschriebene und von deren Band Arrows veröffentlichte Song „I love Rock’n’rolls“  als Weckruf. Nach dem Frühstück standen Abwaschen des Geschirrs und der WC-Dienst an. Zwischen dem Mittag- und dem Abendessen warteten dann die unterschiedlichsten Unternehmungen darauf, in Angriff genommen zu werden.
So gab es aber noch genügend Zeit,  beispielsweise  das Vereinshaus des KKSSV Hattorf zu besuchen, um dort die Schießdisziplin im Rahmen des Kyffhäuser-Sportabzeichens abzulegen, zu dem auch Werfen, Springen, Laufen und Schwimmen. Während die meisten für diese eine Sportart ins Hattorfer Freibad gingen, was auch das Freizeit-Highlight war, machte sich eine Wettstreiterin dafür zusammen mit den Teckel namens „Krümel“ auf den Weg in die Oder.
Doch es standen noch eine Nachtwanderung, das Antesten der Sommerrodelbahn auf dem Bocksberg und der Besuch der Samson Grube in St. Andreasberg, die über die letzte funktionstüchtige Fahrkunst der Welt und ein Wasserrad mit einem Durchmesser von zwölf Metern aufzuweisen hat, auf der Liste. Aber auch der Besuch der Einhornhöhle in Scharzfeld und der Kletterwald  in St. Andreasberg werden nicht fehlen.
Ausgeklungen sind die zehn  Tage mit zwei Höhepunkten. Zum einen wurden die Ehrungen der Sieger der Fußballturniere, des Lightgolfspiels, der Olympiade und des Bowlings, um nur einige Sportarten zu erwähnen, durchgeführt. Zum anderen wurde zu einer zünftigen Abschlussfeier ins große Zelt geladen.
In jedem Fall hatte nicht ein „Bewohner“ der Zeltstadt bereut, mitgefahren zu sein.     

Petra Bordfeld

- Redakteurin -

 

 

Fotos: Katja Wagner/Thomas Kösling



Buchtipp


Wer`s glaubt wird selig!

Hallo Kameradinnen und Kameraden,

in diesem Jahr begehen wir den 500. Jahrestag der Reformation, am 31. Oktober 2017.

Darum habe ich mir gedacht, such doch mal aus dem Buch “Wer´s glaubt wird selig“ bekannte Sprüche, die fast jeder schon einmal gehört oder verwendet hat und erkläre den Sinn oder Inhalt.

Jetzt also an dieser Stelle der zweite Spruch:

„DasTüpfelchen auf dem i“

die letzte, alles abrundende Zutat

Bei Matthäus heißt es: "Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht“ (Mt 5,18): Da ist noch keine Rede davon, dass das Tüpfelchen auf dem i gemeint ist, im Griechischen hat der Buchstabe Jota nämlich gar keinen i-Punkt. In der deutschen Sprache ist das Tüpfelchen zum i gekommen, weil Luther schlecht erklären konnte, was es mit dem Tüpfelchen auf sich hatte: Im Altgriechischen, aus dem er übersetzte, gab es die polytonische Schreibweise, die sich mehrerer diakritischer Zeichen bediente, darum auch das „Jota subscriptum“: dieses wurde an bestimmten Stellen wie ein kleines Jota unter einen anderen Vokal gesetzt, hatte also grammatikalische Funktion. Beim im Mittelalter üblichen handschriftlichen kopieren der griechischen Bibeltexte konnte so ein kleines Strichlein schnell mal vergessen werden; durch das Fehlen dieses "i-Tüpfelchen“ wäre im schlimmsten Fall der Text verfälscht worden.

Vgl. o.g. Buch Seite 84

 

Wolfram Mandry

Bundespressereferent-Ost

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