Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart

Ortseingangsschild Rottleben. (Foto: Wolfram Mandry)
Ortseingangsschild Rottleben. (Foto: Wolfram Mandry)
Das Denkmal an der Kirche von Rottleben/Kyffh. (Foto: Wolfram Mandry)
Das Denkmal an der Kirche von Rottleben/Kyffh. (Foto: Wolfram Mandry)

Diese Worte sagte einst Richard von Weizsäcker Bundespräsident von 1984 bis 1994) und so halte ich es auch. Ich will versuchen Euch das an einem kleinen Beispiel einmal aufzuzeigen. Wie viele von Euch sicher wissen stamme ich aus einem kleinen Dorf direkt am Fuße des Kyffhäusergebirges, aus Rottleben an der Barbarossa-Höhle.

Zurzeit leben hier ca. 800 Menschen und blicken auf eine 1145-jährige Geschichte zurück. Seit dem Jahre 1922 gibt es an der Dorfkirche St. Johannes ein Denkmal für die Gefallenen Dorfbewohner. Geplant und gebaut wurde es durch den Bauunternehmer Willy Krause und den Steinmetz Richard Möller, beide aus Rottleben. Das Denkmal ist in die Ummauerung der Kirche eingebunden und hatte einen kleinen „Vorgarten“ mit Holzzaun. In meiner Kindheit trafen wir uns immer am Martinstag zum Laternenumzug hier. Von all dem war im Laufe der Jahrzehnte nicht mehr viel übriggeblieben, nur der Gedenkstein mit Eisernem Kreuz obenauf. Die Inschriften waren kaum noch leserlich. Auf die Gefallenen des 2. Weltkrieges gab es hier überhaupt keinen Hinweis. Ihnen wurde auf einer schlichten Tafel in der Dorfkirche gedacht.

Das war nicht länger mit anzusehen. Das sagte sich auch ein ehemaliger Klassenkamerad, (Jürgen Kroll, der heute in Wittenberg lebt) von mir und beschloss, gemeinsam mit dem Ortsteilbürgermeister Mario Merten (Sohn meiner Cousine) etwas zu unternehmen. Er und die Gemeinde Kyffhäuserland (Rottleben ist OT davon) stellten einen größeren Geldbetrag zur Verfügung. Das noch fehlende Geld wurde über eine Spendensammlung im Dorf erbracht. Die Ausführung übernahm die Firma Kyffhäuser Natur-und Werkstein Bad-Frankenhausen für einen großzügigen Preis, was auch als Spende betrachtet werden kann.

Und so konnte im Dezember 2018 das restaurierte Denkmal übergeben werden. Im Gedenkstein unter dem Kreuz wurde eine Kartusche mit Zeitdokumenten zur Gemeinde Kyffhäuserland und dem OT Rottleben eingebracht. Bei dieser Veranstaltung waren anwesend der Ortsteilbürgermeister von Rottleben, Mario Merten, der Bürgermeister der Gemeinde Kyffhäuserland, Knut Hoffmann (CDU), der Kompaniechef der 1.Kompanie Vers.Btl. 131 aus der Kyffhäuser-Kaserne Bad-Frankenhausen und Pfarrerin Steffi Wiegleb. Und nun erstrahlt das Denkmal in neuem Glanze mit einer Gedenktafel für alle Gefallenen der beiden Weltkriege aus Rottleben am alten Ort und wird mindesten die nächsten 100 Jahre alle daran erinnern das es nie wieder Krieg geben darf, nie wieder Not und Elend. Das können wir beherrschen, denn das was in der Vergangenheit geschah war von Menschen gemacht und nicht von einem höheren Wesen.

Denken wir immer daran. Ich habe daran gedacht, als ich das Denkmal am 17. Oktober 2020 besuchte und mich sehr über die gelungene Restaurierung gefreut. Denken wir auch immer an die einführenden Worte von Richard von Weizsäcker.

 

Wolfram Mandry

Bundespressereferent-Ost


125 Jahre Kyffhäuser Denkmal im Jahre 2021

Liebe Kameradinnen und Kameraden,

Im Jahre 2021 wird unser Kyffhäuser Denkmal 125 Jahre alt. Aus diesem Grunde habe ich fünf Jubiläumsbilder vorbereitet, welche ich Euch zur Nutzung für dieses Jubiläum zur Verfügung stellen möchte. Die Urheberrechte für die Bilder liegen bei mir. Ich habe die Bilder im Juni 2014 nach der Sanierung des Denkmals selbst fotografiert.

Ihr könnt diese herunterladen und für Vereinszwecke verwenden. Dazu berechtigt sind die LV- und KV- Vorstände, sowie jedes Einzelmitglied im Kyffhäuserbund e.V.

Personen die nicht Mitglied im Kyffhäuserbund e.V. sind, ist dies nicht gestattet.

Ich hoffe die Bilder gefallen Euch und Ihr macht davon regen Gebrauch.

 

Mit kameradschaftlichen Grüßen

Wolfram Mandry

Bundespressereferent-Ost

 

>>>  Hier gehts zum Download der Jubiläumsbilder im Mitgliederbereich


Briefmarken für Bethel

Die gesammelten Briefmarken.
Die gesammelten Briefmarken.

Berlin Erstmalig in diesem Jahr hat der LV Berlin wieder eine umfangreiche Sendung mit Briefmarken an die Bodelschwingsche Stiftung Bethel geschickt. Möglich wurde dieses durch die fleißigen Sammler unter unseren Kameradinnen und Kameraden. Besonders hervorheben möchte ich aber Hauptfeldwebel Daniel Böhm im Landesbüro Berlin im VdRBw. Er unterstützt uns schon seit Jahren sehr aktiv, wofür ihm Dank gebührt. Auch meine Hausarztpraxis konnte ich als Unterstützer sammeln. Liebe Schwester Birgit herzlichen Dank dafür. Die Briefmarken sind ein wichtiger Bestandteil in und bei der Arbeit von Bethel mit behinderten Menschen. Wer es uns Gleich tun möchte, dem gebe ich gern die entsprechenden Kontaktdaten.

 

Wolfram Mandry

LPR/ÖA LV Berlin

 

Fotonachweis: Wolfram Mandry